Trioden - Mono`s für Freunde des "trockenen Bass`s" und typischem Triodenklang ...

HISTORIE ...

Während der CES Show in Las Vegas in 2003 wurde seitens der Besucher der Wunsch nach einer kleineren Ausgabe unserer BALDUR 200 plus geäußert. Größe und nicht zuletzt auch der Preis waren Anlass, sich den Kopf über eine kleinere Variante der BALDUR 200 plus zu zerbrechen, um so dem Konsumenten den alternativen Einstieg in die Welt der TRIODEN zu öffnen. 

Gesagt - getan, so finden Sie in der Wiedergabe der nebenstehenden Abbildung bereits den Referenz - Musteraufbau der abgeschlossenen Entwicklung einer sog. BALDUR 70 - (oder auch BABY - BALDUR)  - und wird erstmals auf der diesjährigen High End in Frankfurt in Zimmer 230 gemeinsam an den Lautsprechern der Fa. Lansche zu sehen und zu hören sein. 

Wie in all unseren größeren AUDIOVALVE Endstufen findet sich auch hier unser bewährter vollautomatischer Biasregulator - kurz ABR - an den Endröhren wieder. Dieser nach unserer Kenntnis weltweit einmalig und erprobte Regelmechanismus ist geradezu ein "Muss" für regelrelevante Aufgaben zum stabilisieren des Bias - Ruhestromes der Endröhren und gehört zur Technik des 21.Jahrhunders einfach zum Standart - zumindest bei AUDIOVALVE.

Ein Sicherheits - und Betriebsstandart, der für unsere Röhrenverstärker zum Synonym schon seit über einem Jahrzehnt ist.

Neben der hohen Zuverlässigkeit der Endstufe vereint  dieses Gerät selbstverständlich noch weitere interessante, typische AUDIOVALVE eigene Raffinessen seitens des Konzeptes. Als Endröhren kommen wie in der BALDUR 200 hier lediglich 4 Röhren, statt 8, des Typs 6AS7G, zum Einsatz. Wer je mit dieser Endröhre zu tun hatte kennt die Probleme um Ihre Handhabung und BALDUR 200 ist, die einzige weltweite Endstufe, die aus 8 Endröhren bis zu 150 W an 8 Ohm erzielt und das bei einer sprichwörtlich sagenhaften Dämpfung von 40 !!

Nun, BALDUR 70 kann diese Werte nicht ganz erfüllen - soll sie auch nicht, vielmehr soll Sie all denjenigen, die sich schon immer für BALDUR 200 interessierten, einen preiswerteren Einstieg ermöglichen. Und der Preis für diese Teile ist Super - versprochen.

Aber was nun macht diese Endstufe zu etwas besonderem ? Es ist die  Summe aller konsequent angedachten und durchgeführten Entwicklungsschritte. Die Elektronik der BALDUR 70 ist auf einer einzigen riesigen Leiterplatte untergebracht - einem sprichwörtlichen Masterpiece besonderer Art - eben typisch AUDIOVALVE, mit dem Vorteil, das bei Aufnahme der Serienproduktion der Kunde immer einen Kopie unseres Referenzmusters erhält.

Sie müssen sich nicht mit den Problemen eines "Drahtverhaues", oder der Tagesform des verdrahtenden Mitarbeiter als Qualitätsmerkmal des Produktes herumschlagen - wie es leider nur all zu oft noch immer der Fall ist.

BALDUR 70 hat eine derart ausgeklügelte komplexe und durchdachte Leiterplatte, das diese sich nicht verstecken muss - ganz im Gegenteil, sie wird zum zentralen Blickfang und ist geradezu ein Augenschmaus für den Betrachter und muss sich nicht unter Chrom - Chassis verbergen.

Aber das ist nicht der einzige Aspekt der für diese Leiterplatte spricht. Es ergeben sich im Rahmen der Konstruktion dynamische Wechselspiele zwischen den Leitungen und den Bauelementen, die sich in die Wiedergabe des Signals niederschlagen. Nur bei Verwendung einer gut durchdachten Leiterplatte ist sichergestellt, das auch der Stabilität dieser Verhältnisse Rechnung getragen wird. Bei Freiverdrahtungen ist kaum ein Verstärker wie der Andere - geschweige denn, wie das Referenzmuster, sondern gerät in die Abhängigkeit der Sorgfalt des jeweils am Gerät arbeitenden Mitarbeiters.

Bei der Verwendung der Endröhre 6AS7 G, die erstmals 1982 von uns in der BALDUR 100 Anwendung fand, ( als Initialzündung für weitere weltweite Entwicklungsansätze ) gibt es eine Reihe von Sorgfaltspflichten zu erfüllen um der Röhre ihre gesamte Musikalität ihrer Lebensdauererwartung zu entziehen und darüber hinaus stabile Verhältnisse zu schaffen. Immer wieder wird jedoch auf solche - maßgeblich zur Sicherheit beitragende - Maßnahmen verzichtet, die einem dann schnell die Freude an der Verwendung dieser Röhre rauben. Die hohen Fertigungstoleranzen der 6AS7 lassen sich nur mit unserem autom. Biasregler ABR wirklich wirksam reduzieren und somit alle Röhren in Gleichtakt bringen - auch die konventionelle Justage der Biasströme mit Schraubenzieher kann diese Ausgewogenheit der Gleichtakt - Balance nur für kurze Momente gegeben - wenn überhaupt.

 

Selbst selektierte Röhren können hier auf Dauer ihr Versprechen nicht halten, laufen aus dem Arbeitsbereich - verlangen nach Austausch oder Justage und belasten letztlich nur Ihre Nerven und  Ihren Geldbeutel. Nicht so in der BALDUR 70 - sie besitzt für jedes der beiden Triodensysteme eines Glaskolbens einen eigenen vollautomatischen Biasregulator (ABR). Allesamt sind die 6AS7 noch zudem über reversible Sicherungen geschützt sind. Wann immer Sie also diese Röhre im Einsatz sehen, fragen Sie nach der techn. -Gestaltung des Umfeldes der Endröhre - und sollten Sie lediglich ein halbes Dutzend Bauelemente um die Röhre placiert finden, wäre gebotene Skepsis Ihr bester Berater.

Und sollten Sie einmal selbst eine Endröhre in der BALDUR 70 wechseln müssen, signalisiert Ihnen der jeweilige ABR Schaltkreis die Notwendigkeit uns Sie tauschen sie gegen eine Neue aus - auch im eingeschalteten Zustand. BALDUR 70 ist mehr oder weniger "unkapputbar" auch wenn Sie die Endstufe kurzschließen oder aber versehentlich ohne Last Laufen lassen. Das gilt übrigens für all unsere Endstufen.

BALDUR 70 erreicht mit Dämpfung 20 zwar nicht den Traumwert Ihres großen Bruders, spielt aber dennoch im Vergleich mit dem Wettbewerb absolute in der Oberliga, da Dämpfung nun nicht gerade eine Stärke von allgem. Röhrenendstufen ist - man denke da an einige OTL - Konzepte, die mit Dämpfung 2 Ihnen Glauben machen wollen, dies musiziere vortrefflich - in Sonderfällen vielleicht, aber nicht im allgemeinen. Es funktioniert eben einfach nicht ohne Kontrolle des Lautsprechers.

Für die in BALDUR 70 realisierte Dämpfung bedeutet dies musikalisch betrachtet, kraftvolle saubere, trockene und scharf konturierte Bässe - kein "Schlabberbass" also, begleitet von der Soundstage, wie man sie nur von Trioden kennt

BALDUR 70 ist kein Verstärker, der lediglich an einem, auf die Anlage abgestimmten Lautsprecher musiziert, BALDUR 70 treibt neben dyn.- Lautsprechern auch durch seine hohe Linearität ausgezeichnet Magnetostaten und ist damit universell an einer Vielzahl gängiger Lautsprechern ausgezeichnet zu betreiben.

Natürlich hat BALDUR 70 auch einen Treiberteil. Er besteht aus vier Doppeltrioden, die der Signalverstärkung und der Bildung des Komplementärzweiges zur symmetrischen Ansteuerung in einer parallel - spiegelsymetrischen Anordnung der Endröhren dienen. Heizspannnung sowie Anodenspannung des Treibers sind selbstredend gleichfalls aufwendig stabilisiert und sorgen für grundweg solide und stabile Betriebsverhältnisse. Die übrigen Ausstattungsmerkmale der BALDUR 70 ähneln ansonsten denen der BALDUR 200 plus.

 

techn. - Angaben:

  • Netzspannung: 100 - 245 V
  • Leistungsaufnahme. 250 Watt
  • Bestückung: 4* 6AS7G, 1*ECC83, 2*6189, 1*6N6P
  • Prinzip: PP Technik - Class A
  • max. Ausgangsleistung: an 8 Ohm - 70 Watt
  • durchschnittlicher Klirr: 100 Hz - 1 KHz - 10 KHz, 0,3 %
  • Leistungsbandbreite: 10 Hz - 50Khz, Last 8 Ohm
  • Innenwiderstand: 0,4 Ohm
  • Dämpfungsfaktor: 20
  • Eingangsempfindlichkeit: 0 dBm
  • vollautomatische Bias- Servo - Regler an allen 8 End-Trioden
  • kreuzgekoppelter parallelsymetrischer Treiber
  • div. elektronische Sicherungen bei Röhrendefekt

techn. Änderungen vorbehalten (Stand - April 2003)

 

weiter Info`s und Test`s gibt es auf den englisch sprachigen Seiten ...